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Verkehrserziehung der Vierties

Aufgrund des eingeschränkten Schulbetriebes konnte der Verkehrsunterricht der Viertklässler im zweiten Schulhalbjahr leider nicht fortgesetzt werden. Auch die praktische Radfahrausbildung durch die Jugendverkehrsschule und die damit verbundene praktische Fahrradprüfung mussten in diesem Jahr leider abgesagt werden.

Doch die Schüler und Schülerinnen waren interessiert und fleißig und erarbeiteten sich mit Unterstützung ihrer Lehrerin und Ihrer Eltern die theoretischen Grundlagen mithilfe ihres Verkehrsheftes zu Hause. So manche Radltour mit der Familie wurde genutzt, um praktische Erfahrungen zu sammeln und das richtige Verhalten als Radfahrer im Straßenverkehr zu üben.

Dass die Kinder gut Bescheid wissen, spürten auch die Jugendverkehrserzieherinnen der Polizei, Frau Zapf und Frau Haub, als sie uns am 9. und am 16. Juli 2020 doch noch in der Montessori Schule besuchten, eine praktische Unterrichtsstunde mit uns durchführten und viele Fragen stellten. Mit Hilfe eines LKW auf unserem Schulhof zeigten sie uns alle Bereiche des Toten Winkels, die für Radfahrer oder Fußgänger sehr gefährlich werden können. Jedes Kind durfte auf dem Fahrersitz des Führerhauses Platz nehmen und selbst schauen, was man als Fahrer sieht und was nicht. Die Polizistin auf dem Beifahrersitz beantwortete geduldig alle Fragen. Währenddessen verteilten sich die anderen Schüler rund um den LKW und verschwanden aus dem Blickfeld in den „Toten Winkel“. Trotz der Spiegel war es schwierig oder unmöglich, alle Mitschüler zu entdecken. Erst wenn die Kinder sich richtig verhielten und mit genügend Abstand zum LKW standen, konnte man sich gegenseitig sehen und zuwinken.

Wir bedanken uns herzlich bei den Verkehrserzieherinnen der Polizeiinspektion Erding für diese wichtigen Erfahrungen und Eindrücke und bei der Gemeinde Oberding für die schnelle und unkomplizierte Bereitstellung des LKW.

UNESCO – Projektwoche in der Klasse M2 zum Thema „Das Klima und wir“

Vom 9.3.2020 bis zum 13.3.2020 fand in der Mittelstufe der Montessorischule das Klimaprojekt „Das Klima und wir“ statt.In der M2 überlegten wir uns am Montag erst einmal, was wir bereits über das Klima wissen, welche Begriffe wir damit verbinden und was hinter dem Wort „Klimawandel“ eigentlich steckt. Außerdem notierten wir uns Fragen rund um das Thema, die wir im Laufe der Woche beantworten wollten.
Am zweiten Tag beschäftigten wir uns damit, zwischen „Klima“, „Wetter“ und „Witterung“ zu unterscheiden – gar nicht so einfach! Wir schauten uns die verschiedenen Komponenten des Wetters an und verglichen und zeichneten Klimadiagramme unterschiedlicher Regionen. Außerdem vertieften wir uns in Niederschlagsformen, den Wasserkreislauf und verschiedene Wolkenformen.  Mit Hilfe eines großen Legekreises lernten wir, dass die Erde in verschiedene Klimazonen unterteilt ist, in denen ganz unterschiedliche Bedingungen für Menschen, Tiere und Pflanzen herrschen.
Weiter ging es mit dem Begriff „Klimawandel“ – was hat der Klimawandel eigentlich für Folgen für unsere Erde ? Wo kann man ihn schon sehen? Was GENAU sind eigentlich die Ursachen? Und was haben wir damit zu tun? Was können wir tun, um den Klimawandel zu stoppen?

Unsere Überlegungen führten uns zum Thema „Energieformen“ und wir stellten fest, dass es fossile und erneuerbare Energien gibt. Da wollten wir nun einmal genauer hinschauen und so teilten wir uns in Gruppen auf, die sich mit  Erdöl, Kohle, Erdgas, Windkraft, Wasserkraft, Biomasse und Solarenergie beschäftigten und zu ihrem jeweiligen Thema ausführliche Plakate gestalteten. Wir bauten außerdem ein eigenes Windrad und ein Solarauto und probierten beides aus. Außerdem stellten wir mit Hilfe von Küchenabfällen selbst Biogas in einer Flasche her. Das war spannend, denn wir mussten unser Windrad zum Beispiel optimieren, damit es sich dreht und den eingebauten Dynamo antreiben kann.  

Zum Abschluss überlegten wir noch einmal, was wir in Bezug auf unsere Energienutzung anders machen können, um unser Klima zu schützen. Jetzt haben wir einen guten Überblick darüber, wo die Energie, die wir täglich brauchen, herkommt und was es eigentlich mit dem Klimawandel auf sich hat!

Fair genießen

Mit herrlichen Düften und leckeren Gewürznoten aus aller Welt lockte unser Mandala Teehaus am diesjährigen Tag der offenen Tür zum mittlerweile vierten Mal zahlreiche Besucher und Gäste.

Mit viel Liebe zum Detail und leuchtenden Stoffen und Accessoires wurden gemütliche Sitzbereiche geschaffen, welche die Gäste zum längeren Verweilen einluden.

Die Schüler des Fairtrade Schulteams schenkten in Steingutkannen schmackhafte Tees aus. Diese fair gehandelten und biologischen Teesorten wurden speziell für unsere Schule gemischt (Manufaktur Claudia Goldhausen) und sind im Schülerladen erhältlich. Für jeden Geschmack – ob fruchtig, würzig, Schwarz- oder Grüntee, und jeden Anlass ist etwas dabei.

Begleitet von leckerem und von einigen SchülerInnen selbst fair zubereitetem Kleingebäck, wie Shortbread, Energy Balls, Keksen und Kuchen aller Art, war das Buffet der Hingucker und unsere Gäste waren von den zahlreichen Variationen begeistert. Es wurde großzügig gespendet - vielen Dank!

Seit der Gründung des Fairtrade Schulteams im Oktober 2016 und der Ernennung zur „Fairtrade School“ dürfen wir uns über viele Aktionen und Ereignisse freuen, die wir seitdem auch über unser Schulhaus hinaus, durchgeführt haben.

Mit fairen Grüßen,
das Fairtrade Schulteam


Große Kunst beim Tag der offenen Tür der Montessori- Schule

Hunderte Besucher lockte der Tag der offenen Tür der Montessori-Schule am 25 Januar nach Aufkirchen. Und der startete mit einer Premiere: Mit dem ersten Auftritt der Schulband „Monte-Kids“, die zum Start des Tages gemeinsam mit dem Musiklehrer Patrick Steiner gleich einen selbst geschriebenen Song präsentierten.

Im Anschluss nutzten gerade Eltern, deren Kinder noch keine Montessori-Schule besuchen, die Möglichkeit, den Kindern beim
Lernen mit dem Montessori-Material in der Freiarbeit über die Schulter zu blicken. Die Freiarbeit ist die zentrale Lernform an der Montessori-Schule, bei der die Schüler selbst Lernverfahren, Arbeitszeit, Ort und Lerntempo bestimmen.

Parallel dazu konnten die Besucher selbst handwerkliches Geschick beweisen und eine Holz-Wäscheklammer zur LED-Taschenlampe umrüsten oder sich über Unterstützungsangebote wie der Arbeit am Tonfeld und dem Marburger Konzentrationstraining informieren. Aber auch in den ganz alltäglichen Schultag erhielt man einen intensiven
Einblick: durch eine Ausstellung im Werkraum oder durch Gespräche mit Kindern, Jugendlichen, Eltern und dem Team der Schule im eigens eingerichteten Informationszentrum in der Aula, im Lernstudio, in der Bibliothek oder beim vielfältigen kulinarischen Angebot, das die Schüler überwiegend in Eigenregie vorbereitet haben.

So künstlerisch wie der Tag der offenen Tür begonnen hatte, endete er auch wieder. Mit einer Präsentation der Yoga-AG und einem Auftritt der Zirkus-AG in der Turnhalle, die so manchen Besucher über die Talente der Kinder staunen ließ.

Montessori-Schule ist erneut Fairtrade-School

Die Montessori-Schule in Aufkirchen erhält erneut den Titel „Fairtrade-School“. Damit werden die Bemühungen der Schülerinnen und Schüler aber auch des Engagement des pädagogischen Teams für den fairen Handel und für Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen von benachteiligten Bauern- und Produzentenfamilien in Afrika, Asien und Lateinamerika gewürdigt.

Der faire Handel ist seit 2017 ein zentrales Thema im gesamten Schulleben der Montessori-Schule und ein immer wiederkehrendes Thema im Unterricht aller Klassenstufen. In unterschiedlichsten Projekten erfahren die Schüler, wie unsere Lebensweise das Leben von Menschen in anderen Ländern beeinflusst.

Ein Medium, um das Engagement für gerechtere Bedingungen in der Welt zu transportieren, ist das „FairBike“ der Montessori-Schule. Ein von unseren Schülern zur mobilen Kaffeebar umgebautes Lastenfahrrad. Es ist bereits häufig innerhalb der Schule bei vielen Festen und Veranstaltungen zum Einsatz gekommen. Aber auch außerhalb des schulischen Bereiches ist es eine gute Gelegenheit frisch gebrühten fairen Kaffee zu genießen und zum Thema Fairtrade ins Gespräch zu kommen.

In ihrem selbstverwalteten Schülerladen verkaufen die Kinder der Montessori-Schule in der Pause fair gehandelte Produkte an Mitschüler und Lehrer. Und auch die Schulverpflegung ist seit Herbst 2017 regional, bio und fair. Die Backwaren sind regional produziert, Obst und Gemüse haben Demeter-Qualität, Fleisch und Wurstwaren werden von einer Biometzgerei geliefert.

„Der Titel Fairtrade-School verpflichtet uns zu einem verantwortungsvollen Verhalten für die Zukunft, das unsere Ressourcen schont“, so Silke Weber, die Leiterin des Fairtrade-School-Teams. „Wir wollen Impulsgeber sein für mehr Bewusstsein in allen Bereichen, ob in unserer Schulgemeinschaft, im Konsumverhalten oder Zuhause.“

Verliehen wir der Titel „Fairtrade-School“ vom Verein TransFair, der gemeinsam mit Schulen bundesweit ein Zeichen für den fairen Handel setzen will.

Das Fairtrade-School-Team (vordere Reihe v.l.n.r) Lena Ewald, Emil Heimbach, Moritz Wigl (hintere Reihe v.l.n.r.) Vincent Lex, Silke Weber, Sophia Keppel, Silvia König, Ulrike Stauber-Kufner (Foto: Esther Bauer)

Bayernweites Fairnetzungstreffen der FAIRTRADE Schools 2019

Am 19. Juli machten wir uns als Botschafter unseres Fairtrade Schools Team auf den Weg nach Augsburg. TRANSFAIR e.V. hat uns und viele andere bayerische Schüler zu einem Vernetzungstreffen eingeladen.

Nach einer enthusiastischen Begrüßung durch Alexander Fonari, dem Gastgeber und Vorstand des Eine Welt Netzwerks Bayern, berichtete uns Melanie Müller von TRANSFAIR e.V. über Neuigkeiten aus der Fair-Trade-Welt und über die aktuellen Angebote und Kampagnen im 25. Jubiläumsjahr (www.fairtrade-deutschland.de).

Wir staunten nicht schlecht über so manche Fakten:

Deutschlandweit gibt es mittlerweile 621 Fairtrade Schools und jährlich kommen weitere dazu. 212 sind es aktuell in Bayern.

Gleich zu Beginn wurden wir gefragt, was wir in unseren Schulen tun, um auf die Wichtigkeit des fairen Handels aufmerksam zu machen. Und das ist an unserer Schule schon einiges:

Verkauf von fairen, regionalen & biologischen Produkten im Mandala Schülerladen und am Kiosk, unsere Schülerfirma, das Fair Trade Bike (Snack-Attack), viele Aktionen und Informationen, um auf fairen Handel und die Nachhaltigkeitsziele der UNESCO aufmerksam zu machen. Ihr findet alle Infos zu den Aktionen auf unserem Fairtrade Blog auf der Schulwebsite.

Im Anschluss nahmen wir an einem Workshop mit dem Titel „Agrarbusiness – ein süß-bitterer Biss, Palmöl & Co“ teil. In diesem Workshop erfuhren wir, was Palmöl eigentlich ist, woher es kommt, wie es angepflanzt und wie es hergestellt wird. Nachdem wir über die Es wurde die Frage aufgeworfen, ob das dann alles noch fair sei. Denn die Verwendung von Palmöl in Lebensmitten und Kosmetik ist sehr umstritten; Palmöl gilt als ungesund und außerdem werden für die Gewinnung Wälder gerodet. Wir haben auch etwas über die Lebensbedingungen der Menschen in anderen Ländern gehört und die globalen Zusammenhänge und Einflüsse kennengelernt.

Währenddessen tauschten sich unsere Lehrer mit den Lehrkräften der anderen Fairtrade Schulen in einer offenen Gesprächsrunde unter der Leitung von Eine-Welt Promotorin Kirstin Wolf aus. Unter anderem berichteten Alle über die laufenden Fairtrade-Aktionen an ihren jeweiligen Schulen.

Nachmittags konnten wir uns auf der Fairhandelsmesse über die Wichtigkeit von globaler Handelsgerechtigkeit informieren und haben erlebt, dass Fairtrade das Leben der Menschen in den Anbau- bzw. Herstellungsländern verbessert. Wir sind mit vielen Menschen ins Gespräch gekommen, die ihre Produkte auf der Messe angeboten haben, und die somit einen wichtigen Teil zum globalen Handel und der Schaffung von fairen Arbeitsbedingungen und gerechter Entlohnung beitragen.

Viele leckere und sehr schmackhafte Waren durften wir probieren und testen. Wir haben auch etwas mitgebracht: das Spiel „Schlange und Leiter“, nach dem Vorbild des traditionell indischen Brettspiels „Moksha Patamu“. Das Spiel kann von unseren Lehrern in den Unterricht integriert werden und es werden fachspezifische Fragen gestellt, die von den Lehrern bzw. Fachlehrern definiert werden können.

Voller interessanter Eindrücke und toller Erfahrungen traten wir am späten Nachmittag die Heimreise an.

Mit fairen Grüßen von Antonia, Leni, Sophia & Zoe

Wie in der Montessori-Schule Müll erst zu Kunst und dann zu einem Baum wird

Zwei Wochen lang sammelten die Schüler der Montessori Schule Aufkirchen alle Plastikflaschen, die in der Schule benutzt wurden, und schufen daraus eine Skulptur. Die Schülerinnen und Schüler des Fairtrade-Schools-Teams wollten ihren Mitschülern damit auf eindrucksvolle Weise zeigen, wie allgegenwärtig das Problem mit dem Plastikmüll ist.

Ende Juni wurden diese Flaschen schließlich von den Schülern der Kunstgruppe in der Oberstufe zu einer Skulptur zusammengebaut und der Schulgemeinschaft vorgestellt. Mitten im Eingangsbereich stand das Müll-Kunstwerk, das an einen Turm oder einen Baum erinnerte. Niemand kam mehr am Plastikmüll und den vielen Problemen, die dieser mit sich bringt, vorbei.

Bei der Präsentation der Skulptur informierten die Sprecher des Fairtrade-Schools-Teams die Schulfamilie über ihr Projekt und die Probleme mit dem Plastikmüll. Unterstützung erhielten sie dabei von Kirstin Wolf vom BAGS e.V. BildungsArbeit Global Sozial, die auch einige Ideen vorstellte, wie man Plastik im Alltag ganz einfach vermeiden kann.

Anfang Juli wurden die Skulptur nun wieder abgebaut und die Flaschen ordnungsgemäß über den „Gelben Sack“ oder das Pfandsystem entsorgt. Mit dem Erlös aus dem Einwegpfand in Höhe von 39,90 Euro werden die Schüler nun einen Baum kaufen, der auf dem Gelände der Montessori-Schule in Aufkirchen gepflanzt wird. So kann der „Plastik-Müll-Baum“ zu einem umweltfreundlichen Bestandteil der Schule werden und das Leben der Schüler bereichern.