Gegenwart trifft Vergangenheit an der Montessori-Schule Aufkirchen

Max Mannheimer, Peter Probst

Max Mannheimer und Peter Probst besuchen die Schüler der Montessori-Schule in Aufkirchen.

 

Bereits zum fünften Male besuchte am 06.04.2011 Max Mannheimer, Autor, Maler, Überlebender des Holocaust und Zeitzeuge die Montessori-Schule in Aufkirchen. Diesmal traf er Peter Probst, Drehbuchautor und Schriftsteller von Krimis wie „Blinde Flecken“ und „Personenschaden“,  die gründlich recherchiert das rechtsradikale Milieu ausleuchten. Zusammen mit seiner Frau Amelie Fried veröffentlichte er u.a. die Familiengeschichte „Schuhhaus Pallas- wie meine Familie sich gegen die Nazis wehrte.“

Die Schulsprecherin Venja Quast erklärte, dass  die Schülerinnen und Schüler ausgehend vom Film „Das weiße Band“ einen inhaltlichen Bogen zwischen dem Leben Jugendlicher in ihrem Alter vor dem zweiten Weltkrieg und ihrem eigenen Leben gespannt haben. Mit Referaten und Filmen über die Zeit des Nationalsozialismus, der Lektüre „Mein spätes Tagebuch“ (Max Mannheimer), „Blinde Flecken“  und einem Besuch der KZ-Gedenkstätte in Dachau, haben sich die Jugendlichen auf diesen Besuch  vorbereitet.

Anschließend lasen Schüler und Gäste markante Textstellen aus den beiden Büchern vor, um das Thema, Gegenwart trifft Vergangenheit, zu vertiefen.

Die Autoren erzählten, warum die Bücher entstanden sind. Max Mannheimer wollte, da er glaubte ernsthaft erkrankt zu sein, seiner damals 17jährigen Tochter von seinem Schicksal während des von den Deutschen entfesselten Infernos erzählen, vom Verlust seiner Familie und wie er und sein Bruder  immer wieder knapp seinen Peinigern in Theresienstadt, Ausschwitz, Warschau und Dachau entkamen. Doch sein Buch ist durch glückliche Umstände für viele Leser ein authentisches Zeitzeugnis geworden. Seit 25 Jahren besucht Max Mannheimer fragende Schüler, nicht als Richter oder Ankläger, sondern als Vermittler für Freiheit und Humanität.

Für Peter Probst löste der geplante Anschlag während der Grundsteinlegung auf das Jüdische Zentrum am Jakobsplatz in „seinem friedlichen und weltoffenen München“ Entsetzen aus und so begann er über die rechtsradikale Szene zu recherchieren. Was treibt Jugendliche zu diesem Gedankengut? In welchen Umständen wachsen sie auf und wie werden sie, wie die Hauptfigur seines Buches, für rechtspolitische Zwecke benutzt und radikalisiert und von der Schwierigkeit aus diesem Sumpf wieder auszusteigen?

Wie können wir reagieren? Sein Appell, die Zivilcourage von uns allen zu stärken, wach zu sein, Mut zu zeigen, nicht wegzuschauen, sondern zu reagieren, auch bei „scheinbar“ arglosen Situationen, wenn z. B. fremdenfeindliche Witze im Freundeskreis gemacht werden. Die Würde des Menschen braucht Schutz. Zusammen mit seiner Frau engagiert er sich bei der Lichterkette e.V. gegen Fremdenfeindlichkeit und für Integration.

Zum Abschluss sang der Schülerchor den israelischen Kanon Hine Matov, (Siehe, wie schön und gut es ist, wenn Brüder in Eintracht beieinander wohnen. Ps 133,1).

Das anschließende Mittagessen, das von einigen Schülerinnen und Schülern der 9. Klasse zubereitet wurde, rundete die Veranstaltung ab.

Snowboard-Rennen am Oedberg

      

Am 17.02.11 hieß es für Alexander Großer (G1), Jonas Scherl und Philipp Strunk (M3), Aaron Lehrbaß und Felix Heinemann (A2) sowie Leon Ziegler (O2) sich am Oedberg in Ostin mit anderen Snowboardrennfahrern zu messen. Mit unseren einsatzfreudigen Fahrern, Herrn Großer und Herrn Strunk, starteten wir voller Erwartung um 8:00 Uhr in Richtung Berge.

In Ostin angekommen hieß es Startnummern holen und ab zur Streckenbesichtigung. Beim Anblick der vereisten Steilkurfen und Sprünge des SnowboardCross wurde uns anfänglich etwas flau im Magen. Doch fest entschlossen stellten sich unsere Jungs der Herausforderung und gewannen durch die Trainingsläufe an Sicherheit.

Jetzt wurde es ernst: Qualifikations- und Finalläufe. Stolz können wir auf zwei erreichte erste Plätze in der Mannschaftswertung zurückblicken.

Nach dem Rennen war noch etwas Zeit die Liftkarte auszunutzen und das Snowboard laufen zu lassen. Um 16:30 Uhr ging es erschöpft, aber glücklich zurück nach Aufkirchen.

Vielen Dank an alle Beteiligten und nochmals herzlichen Glückwunsch. Besonders danken möchte ich Jonas, der mir die Ausschreibung des Rennens mitgebracht hat. Es war ein schöner Tag mit euch.

Katja Welzel

   

Weitere Fotos unter Fotogalerie.

 

Montessori-Schule engagiert sich für Afrika

Seit fünf Jahren unterhalten die Schüler der Montessori Schule in Aufkirchen eine Schulpartnerschaft mit einer Schule in Ghana. Auch bei ihrem diesjährigen Besuch in der Partnerschule brachte die Geschäftsführerin des Montessori Vereins Frau Karin Fengler-Mensah Lehr- und Lernmittel mit. Diesmal waren es hauptsächlich Mittel für den Biologieunterricht. Die Schule liegt in Nungua/Theshie in der Nähe von Accra der Hauptstadt von Ghana. Die Lehrer müssen eine für uns unvorstellbare Anzahl von 50-80 Schüler in einer Klasse unterrichten. Ihnen stehen dabei kaum Anschauungsmaterialen für den Unterricht zur Verfügung. UNICEF stellt zwar für alle Schüler Hefte zur Verfügung, aber für mehr gibt es kein Geld, sodass die Freude über die Unterstützung groß war.

 

In diesem Juli führt die Montessori Schule ein Jugendbegegnungstreffen durch. Die Schule hat Jugendliche, die aus den Townships in Johannesburg Südafrika kommen, an die Schule eingeladen und wird mit diesen Jugendlichen eine Woche verbringen. Die Jugendlichen aus Südafrika kommen über eine gemeinnützige Vereinigung, die KinderKulturKarawane heißt, nach Deutschland und vermitteln durch Theater-aufführungen und Workshops ihre Kultur. Die Gruppe tourt drei Monate lang durch Deutschland und Österreich und wird ihre Endstation an der Montessori Schule haben. Für die Auftritte und die Unterbringung entstehen der Montessori Schule Kosten in Höhe von circa 3000,00€. Die Gruppe aus Südafrika bekommt eine Gage von 1550,00€. Mit diesem Geld werden Projekte für junge Menschen in Südafrika, die ein Leben in Gewalt, Drogenabhängigkeit, Prostitution und Benachteiligung führen müssen, finanziert. Die Montessori Schule sucht Menschen, die das Projekt für Afrika unterstützen möchten. Gerne werden Spenden auf das Konto 151 373 bei der Sparkasse Erding/Dorfen BLZ 700 519 95 Stichwort: AFRIKA HILFE entgegengenommen.  Für Spenden werden Spendenquittungen ausgestellt. Wenn Sie mehr über die Projekte wissen wollen, können Sie gerne Frau Karin Fengler-Mensah unter 08122 903427 anrufen.

 

Veranstaltungskalender

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