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Erdkinderplan

Maria Montessori analysierte die Bedürfnisse und die sensiblen Phasen der Kinder und Jugendlichen und entwickelte daraus das Konzept des „Erdkinderplans“, das sie auch als „Erfahrungsschule des sozialen Lebens“ bezeichnete. Sie wollte in ihrem Erdkinderplan für die Jugendzeit nicht einfach das Konzept der Grundschule fortführen, sondern plädierte für eine Entschulung des Lernens.

Dabei ging es ihr darum, den Jugendlichen Räume zu öffnen, damit sie praktisch tätig werden, eigene Lebenserfahrungen machen und die Gemeinschaft mit Gleichaltrigen und mit Erwachsenen in realen Lebenszusammenhängen erfahren können.

Die besten Methoden sind diejenigen, die beim Schüler ein Maximum an Interesse hervorrufen und die dem Schüler einen Wechsel zwischen Studien und dem praktischen Leben erlauben (Zitat Maria Montessori).

Das heißt, dass wir uns an unserer Schule, besonders in der Oberstufe dafür einsetzen, dass bei Jugendlichen in einer hochsensiblen Phase nicht nur das kognitive Lernen, sondern die Vermittlung der Realität des Lebens auf der Basis sozialer Grunderfahrungen  ermöglicht wird.

Wir sehen heute, dass praktische Anforderungen und körperliche Anstrengungen die Umwälzprozesse der Pubertät für Jugendliche erleichtern und dass die Bedürfnisse nach echter Verantwortung und Herausforderungen zu bestehen gelebt werden müssen.

Jugendliche sollen für ihre Arbeit Bestätigung und Anerkennung erhalten, dies ist besonders gut möglich, wenn Jugendliche praktisch in Eigenverantwortung etwas herstellen und etwas Sichtbares erschaffen. Wir stehen vor der Herausforderung, die Gedanken Maria Montessoris zum Jugendalter zeitgemäß aufzugreifen und weiterzuentwickeln. Dabei richten wir uns ganz nach dem neuen LehrplanPlus der bayerischen Mittelschulen bei dem die Projektarbeit einen eigenen Lernbereich in allen Jahrgangsstufen darstellt und fächerübergreifenden Bildungszielen ein höherer Stellenwert eingeräumt wird.

Den Erdkinderplan praktizieren wir im Schulalltag der 7. und 8. Jahrgangsstufe. Dazu haben die Jugendlichen bei uns die Möglichkeit, sich in verschiedenen entsprechenden Tätigkeiten einzubringen. Sie engagieren sich z.B. im Catering von Schulevents, betreiben nach dem Umbau  eines Bauwagens ein Schüler-Café, gestalten Pausensnacks, bewirtschaften einen Schulgarten und engagieren sich in Praktika bei Unternehmen.
Im Sinne Maria Montessoris: „Hilf mir, es selbst zu tun.“