Wir bauen gemeinsam

Geplant wurde das Haus von der Architekturwerkstatt Vallentin aus Dorfen. Der Architekt Gernot Vallentin, der im Januar 2012 das Verdienstkreuz am Band für umweltfreundliches Bauen verliehen bekam, war bereits im Architektenteam, welches die Montessori-Schule in Aufkirchen geplant hat. Lesen Sie anläßlich der Verleihung das Interview mit Herrn Vallentin weiter unten. www.vallentin-architektur.de

          

 

Nach einer mehr als 2-jährigen Planungsphase war es nun endlich soweit. Im Oktober 2011 konnte mit den Erdarbeiten begonnen werden, die von der Firma Kronthaler Kies aus Erding durchgeführt wurden.

Nach der Grundsteinlegung ging es zügig weiter mit der Bodenplatte. Die Firma Hübl aus Velden/Vils übernimmt die Betonarbeiten. Dank guter Wetterverhältnisse im November konnten der gesamte Keller und die Kellergeschossdecke erstellt werden.

Mittlerweile hat die vorweihnachtliche Adventszeit auch auf der Baustelle Einzug gehalten. Am Baustellenzaun ist ein geschmückter Weihnachtsbaum angebracht, der sogar von vorbeifahrenden Passanten bewundert wird.

       

       

Herr Vallentin,
letzte Woche haben Sie durch Dr. Marcel Huber, Bayerischer Staatsminister für Umwelt und Gesundheit, das Verdienstkreuz am Band für Ihr umweltfreundliches Bauen verliehen bekommen. Dafür möchten wir Sie herzlich beglückwünschen!

2007  wurden wir mit dem Umweltpreis der Bayerischen Landesstiftung für unser Schulgebäude geehrt, der uns durch den damaligen Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein überreicht wurde, was nicht zuletzt Ihrem Engagement in der Planung und Umsetzung des Gebäudekonzeptes zu verdanken ist. Sicher platzen Sie vor Stolz mit zwei solch wichtiger Auszeichnungen im Gepäck!

Wie kam es dazu?
Für so eine Auszeichnung wird man ja vorgeschlagen und dann wird das von verschiedenen (offiziellen) Stellen geprüft. Anscheinend bin ich einigen Leuten über einen längeren Zeitraum aufgefallen, als jemand, der an der Sache Nachhaltigkeit drangeblieben ist und weiterhin auch einige vorbildliche nachhaltige Gebäude umgesetzt hat. Die Montessori-Schule in Aufkirchen gehört dabei bestimmt zu einem ganz wichtigen Projekt, an dem ich maßgeblich mitwirken konnte. Nicht umsonst hat das Gebäude ja auch 2007 den Umweltpreis der Bayerischen Umweltstiftung erhalten, da es weit über die Region vorbildlich wirkt.

Wie läuft so eine Verleihung denn ab?
Nach einer Vorrede des persönlichen Referenten, hat unser bayerische Umweltminister Herr Dr. Marcel Huber etwas über den Hintergrund des Ordens des Bundesverdienstkreuzes erläutert. Es folgten die Laudatios des einzelnen Verdienstträger. Nach jeder einzelnen Laudatio wurde das Verdienstkreuz überreicht. Bei der Verleihung am 12. Januar diesen Jahres wurden insgesamt fünf Personen ausgezeichnet.
Nach der Verleihung fand ein lockerer Sektumtrunk statt, bei der Gelegenheit war, mit dem  Minister, einigen Mitarbeitern aus dem Ministerium und natürlich auch den Ausgezeichneten zu reden und sich auszutauschen. Interessant war, dass das Thema Nachhaltigkeit anscheinend so spannend war, dass „unsere“ Leute gar nicht gehen wollten.
Eine ganz große Ehre war es für mich, dass der große Wegbereiter des Passivhauses Herr Prof. Dr. Wolfgang Feist sich Zeit genommen hatte dabei zu sein. Auch mein langjähriger Weggefährte von der Energiewende Erding Herr Herbert Maier feierte mit mir und dem engen Familienkreis.
 
Spielt der Bau der Montessori Schule und die Planung des neuen Montessori Kinderhauses eine Rolle bei der Auswahl für die Würdigung bei der Würdigung?
Die Montessori-Schule in Aufkirchen ist ein ganz wichtiger Meilenstein der Passivhausbewegung und auch für meine Arbeit, da sich hierbei exemplarisch und vorbildlich Ökologie und Ökonomie verbunden haben. Ich denke schon, dass aufgefallen ist, dass immer wieder der Montessoriverein Erding solche wegbereiteten Projekte angestoßen und umgesetzt hat. Deutschlandweit und auch international kennt man diese Gebäude als Leuchtturm für Nachhaltigkeit und so denke ich, dass insbesondere die Schule eine ganz wichtige Rolle bei der Würdigung gespielt hat.
 
Was bewirkt die Verleihung bei Ihnen?
Für mich war die Überraschung für die Auszeichnung doch sehr groß. Ich verstehe mich als ein Teil der Ökobewegung und für diese Sache ist meine Auszeichnung eine tolle Unterstützung. Ich freue mich mit meiner Frau Rena Vallentin, die diesen Weg zu großen Teilen mit mir gemeinsam gegangen ist. Das gilt auch für meine Weggefährten und Mitarbeiter. Ich freue mich riesig, dass in Deutschland ein solches Engagement so eine Anerkennung findet und nachdem ich ja noch einiges vorhabe in dieser Richtung, spornt mich das noch mehr an…
 


 

 

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