Ein Hund im Kinderhaus

Hunde sind Teil unserer Gesellschaft und unserer Umwelt. Natur und Mensch gehören jeher zusammen. Ohne Natur kann der Mensch nicht überleben. Begegnen Menschen Tieren, erleben sie oft Gefühl der Verbundenheit und der Vertrautheit.

Wir kommen in unserer Einrichtung dem Anliegen des bayrischen Bildungs- und Erziehungsplans nach, Umwelterziehung in Form von Naturbegegnungen im Wald sowie durch Tierbegegungen, insbesondere mit Hunden, anzubieten.

Vorgeschichte

Bereits Jahr 2004 bot sich den Kindern des Kinderhauses die Möglichkeit zu einem regelmäßigen Kontakt mit Hunden, da einige Erzieherinnen selbst Hundebesitzer waren. Um dem Interesse der Kinder an Hunden nachzukommen, folgten viele Gespräche mit den Eltern und bereits 2005 ein Besuchstag mit Filmhunden. Jetzt wurde erkannt, dass vor allem die Integratonskinder sehr aufgeschlossen unkompliziert auf die Tiere reagierten.

Ein Jahr später wurden Therapiehunde ins Kinderhaus eingeladen und auch dieser Tag war ein voller Erfolg.

Im Jahr 2007 nahmen dann des öfteren Eltern ihre Hunde beim Bringen und Abholen der Kinder mit ins Kinderhaus. Einige Male begleiteten sie uns auch mit ihren Vierbeinern in den Wald.

Jetzt bemerkten wir endgültig, dass ein Hund im Kinderhaus sehr gut in unser Konzept passt. Nach vielen weiteren Gesprächen mit Eltern über deren Bedenken, etwaige Tierhaarallergien und auch über ihre Erwartungen, ist nun seit April 2008 ca. 1 mal wöchentlich die Golden Retriever Hündin ,,Emmi“ bei uns, sowie seit Mai 2009 ,,Willi", eine französische Bulldogge.

Selbstverständlich sind beide Hunde geimpft, entwurmt, haben Zecken- und Flohschutz und besuchen regelmäßig die Hundeschule.

Ziele

Viele Kinder haben in unserer Zeit kaum die Möglichkeit eine Beziehung zu einem Tier aufzubauen. Durch die regelmäßigen Besuche der Hunde in unserem Haus werden die emotionalen sowie auch die sozialen Kompetenzen der Kinder gestärkt und sie agieren sehr selbstbewußt. Es besteht ein nonverbales Verständnis und eine Verbundenheit zwischen Kind und ihrem Freund Hund; vorhandene, uns oft unbekannte Ängte können dadurch abgebaut werden.

Wichtig ist uns natürlich auch der Spaß und die Freude der Kinder ,,ihren" Hunden!

Pädagogische Arbeit

Die „tiergestützte Pädagogik“ hat bereits seit vielen Jahren Einzug gehalten in Schulen, Altenheimen, Krankenhäusern, im Hospizbereich und nun endlich auch in einigen Kindergärten. Wir sind der Meinung diese Pädagogik ist zeitgemäß und notwendig; sie entspricht vollkommen den momentanen Bedürfnissen der Kinder in Gesellschaft.

Durch Fortbildungen sowie den mit anderen tiergestützten Institutionen und Hospitationen in diesen, intensivieren wir unsere Arbeit.

Außerdem wird die Entwicklung ,,Ein Hund im Kinderhaus" fortlaufend dokumentiert und in kleinen sowie in großen Teamsitzungen reflektiert. Durch Gespräche mit den Eltern, Befragungen und an diese, wird das Thema weiterhin thematisiert und evaluiert werden. So wird unser Alltag beispielsweise mit geprägt durch die ganztägige Anwesenheit von dem Hund Willi, was manche Eltern zunächst verunsicherte. Durch das ,,Miteinander Reden" kam es bereits zu Veränderungen und die Beobachtungen der Reaktionen bzw. Beziehungen zwischen Hund-Kind-Eltern-Erziehern , wurden intensiviert. .

Schlusswort

Wir erleben das Zusammenleben mit einem Hund im Kinderhaus als eine enorme Bereicherung unserer Arbeit. Der neue Konzeptteil “Hund im Kinderhaus" ergänzt unsere Schwerpunkte Integration- Montessori- Wald ganzheitlich. Wir wünschen uns und hoffen, dass unsere positiven Erfahrungen mit diesem Projekt auch die Zukunft des Kinderhauses weiterhin gestalten!

Veranstaltungskalender

Mai - 2012
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